Die Nacht steht bevor

(Ein Vorgeschmack aus meinem nächsten Buch)

Die Nacht steht bevor, die Zeit der Ruhe steht an, doch ich mag sie nicht nutzen. Ich wage es nicht, meine Augen zu schließen, aus Angst, diese wundervollen Gedanken nicht zu denken. Ich genieße die Musik im Hintergrund, die meine Gedanken davon galoppieren lassen, die vielen wundervollen Gefühle meinem Körper entlocken. Ich weiß nicht so recht, was mit mir passiert. Ich kenne mich so nicht. Mein Hals, mein Herz brennt, ich habe große Schmerzen. Eine tiefe Sehnsucht entlockt aus der Tiefe meines Körpers. Doch was verbirgt sich hinter diesen Ruf? Halt mich, liebe mich, ich möchte mich spüren, ich möchte das alles wieder einmal fühlen und mit jeder Zelle meines Körpers genießen und erfahren. Doch was sich tief in mir rührt ist nicht von dieser Welt.

Es ist die Emotion einer Seele, die weint. Sie weint der Liebe wegen, weil sie hier das Gefühl der Liebe seit langen Jahren vermisste. Sie kam auf dieser Welt, um in den dunkelsten Winkeln der Erde den Menschen die Liebe zu zeigen, die sie bereits lange verloren hatten.

Um Liebe zu empfinden, um geliebt zu sein, gab sie sich als Menschenkind diesen Menschen in einem letzten Kampf wehrlos hin. Doch sie erinnerte sich täglich an ihren Verlust, weil diese Liebe so einen großen Anteil aus ihr schnitt und tiefe Wunden in ihrem Herzen hinterließen. Diese tiefen Wunden konnten nicht heilen, weil sie sich stehst selbst verriet, um nur ein wenig Liebe zu erfahren. Kurz bevor sie in diese Welt eintauchte, wiederholte sie noch einmal ihr Wunsch und ihr Versprechen, in Liebe zu leben. Doch das Leben verschüttete ihr Versprechen, was sie einst aus tiefster Treue ihren Seelengeschwistern gab, sie erinnerte sich nicht mehr an ihr Versprechen und wurde in den Bann dieser Lieblosigkeit erzogen.

Sie gab ihr tiefstes Empfinden nach Liebe auf und ihr Selbst blieb ungelebt zurück, um Mensch zu sein. Sie stürzte sich von einer Karriere in die nächste. Ihr Ansehen wusch, doch sie verlor an Freude. Sie hatten den Sinn ihres Lebens verloren und wusste noch nicht einmal, was dieser Sinn einst besagte. Sie suchte und suchte und fand einfach nicht was sie suchte. Doch eines Tages sah sie ihren Engel wieder und sie begann ihren Aufstieg in ein liebevolles Leben. Nach jeder Etappe sagte sie sich, GESCHAFFT. Doch die nächste Etappe kündigte sich an. Ihr Engel tröstete sie und sagte, es kommt noch mehr Schmerz. Sie schaute ihn an und sagte, GUT, ich lasse mich auf den Schmerz, auf dich und meinen Weg ein. Wieder kam eine Etappe, sie kannte das Gefühl bereits und hielt tapfer ihr Herz offen, doch nun kam ein Mensch. Ihr Herz tobte vor Schmerz. Dieser Mensch wusste nichts, ahnte nichts, sie kannten einander nicht, aber sie wusste und spürte um diese tiefen Verbindungen. Nun saß sie dort, einsam und eng umschlungen mit ihrem Schmerz in dieser Nacht. In ihr tobte ein Orkan. Sie wollte so gerne so sein wie die anderen, doch sie war eine Nachtigalle im Spatzenkostüm und doch klang ihr Lied in klarem Gesang dem Mond entgegen. Je höher ihr Schmerz aus ihren Körper drang, umso lauter und klarer wurde ihr Gesang.

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