Erkenntnisse

Bevor ich mich heute Morgen hinsetzte, um einen Text auszuarbeiten, wusste ich noch nicht, was sich mir großartiges Offenbarte. Ich dachte wieder einmal eine wichtige Lektion erlernt zu haben und dabei hatte das Leben ganz was anderes vor.

Ich bin eine selbstbewusste Frau, die Mitten in ihrem Leben steht und gelernt hat, auf ihr Herz zu hören und ihrer Intuition zu folgen. Mein Leben war nicht immer einfach, und so habe ich einen sehr großen Erfahrungswert. Erfahrungswerte, die aus den unterschiedlichsten Bereichen meines Lebens stammten, schmerzhafte Lektionen, die mir das Leben brachte, aber diese Lektionen hatten auch meinen Heilweg inne. Ich machte mit mir und den Menschen im Laufe meiner Vergangenheit meinen Frieden. Ich erkannte wer ich war und was ich gerne leben würde und so machte ich den großen Schritt, aus dem Arbeitsverhältnis, in die Selbständigkeit. Ich wusste bereits lange, dass diese Selbständigkeit meiner Seele und meinem Herzen entsprach, doch hielten mich zwischenmenschliche und lebensbedinge Situationen noch voll im Griff. Teilweise erforderte mein Leben so viel Aufmerksamkeit, dass ich kaum die Kraft hatte, mich mir wirklich und bedingungslos zu zuwenden.

Nun stand ich Mitte September 2018 Mitten in meiner Berufstätigkeit, mein Körper schmerzte höllisch, ich war innerlich leer und ausgebrannt, und ich wusste in diesem Moment was ich wollte. Ich schenkte erstmaligst in meinem Leben, meinem Herzen und meiner Seele Gehör. Ich kündigte meine Arbeitsstelle auf der Stelle und sprang in die Selbständigkeit. Nun stecke ich mitten in meiner Existenzgründung und bin mit der Positionierung, Zielgruppe, Avatar oder Businessfragen beschäftigt. Ich überlegte mir, welche Zielgruppe, wen genau ich mit meinem Angebot ansprechen wollte. Bis zu diesem Zeitpunkt, war es mir unmöglich, mich diesem zustellen. Hatte ich doch so vieles großartiges anzubieten. Und so entsprang die Idee, Frauen anzusprechen, die so sind wie ich.

Ich setzte mich nun einmal hin, und begann zu überlegen… Wer bin ich denn?
Ich weiß heute nicht mehr, was ich alles unternommen habe, um die gleiche Achtung, Liebe, Anerkennung von meiner Familie zu bekommen, die sie sich selbst gaben oder die meine Eltern meinen Geschwistern gaben. Als ich als Kind unbewusst, merkte, dass dieser Weg aussichtslos war, liess ich los und wendete mich ab. Ich musste erfahren, dass dieses Tun auch nicht richtig war. Ich versuchte mich aus dem Blick dieser Familie zu entziehen, damit die Wertung meiner Person gegenüber endlich ein Ende finden würde. Zwischen meiner Familie und mir war und ist eine Mauer. Sie ist unsichtbar, und nur von mir scheinbar zu spüren. Mir werden wichtige Dinge nicht mitgeteilt. Tage, Wochen später erfahre ich von Kindsgeburten, Taufen, Hochzeiten oider auch Krankheiten. Ich werde vergessen, wie ich nach einem Ohnmachtsanfall meines Bruders, zu meiner Kommunion, in der Kirche zurückgelassen wurde, um meinen Bruder nach Hause zu bringen und erst nach dem Mittagessen vermisst wurde. Situationen, Gegebenheiten, Gespräche kamen anders bei mir an, als bei meiner Familie. Sie erzählen Ereignisse anders, als ich diese erfahren habe. Ich kam mir wie ein KUCKUCKSKIND vor. Ich war das schwarze Schaf, das häßliche Entlein, das Aschenputtel der Familie. Gab ich meine Gedanken und meine Ängste zu, hieß es, ach DU. Gab ich Ratlosigkeit, Schwäche zu, hieß es, ach DU doch nicht. Dieser unterschiedliche Blickwinkel und Bemessung der eigenen Person und den Situationen zogen sich durch mein ganzes Leben hindurch. Die Menschen sahen in mir etwas anderes, als ich in mir sah. Ich wurde von meinem Umfeld gemocht, geschätzt, aber kein Mensch gelang es, mich, die SEELE in mir zu sehen. Auch wenn ich Lob und Anerkennung verabscheute, weil dieses immer eine negative Konsequenz mit sich brachte, strebte ich nach diesen Werten. Ich sah in mir den Mangel, wollte ich doch so sein wie sie und war es nicht, egal was ich auch immer tat, ich wollte so sein wie mein Umfeld, aber ich schaffte es einfach nicht. Sie sahen in mir etwas, wie Größe, Stärke, mir fiele alles zu. In meinem Beisein hatten sie oft Minderwertigkeitsgefühle. Ich sah andere Dinge, ich hörte andere Worte, ich stand in einer anderen Welt, als mein Umfeld. Ich wurde wegen meinem Äußeren (ich wäre hübsch) kritisiert und auch bestraft. Ich hatte eine gute Figur, war sportlich, konnte essen was ich wollte. Nun auch hier gab man mir zu verstehen, dass ich so den anderen gegenüber Vorteilen, habe und das sei ungerecht. Wieder setzte man und im späteren Leben ich selbst, den Maßstab höher an. Ich wurde anders, viel härter (Gewalt, Hauserrest) bestraft, anderes belohnt (wenn überhaupt), anderes erzogen.
Ich schaffte es, im laufe meines Lebens, mich aus allem herauszuziehen. Die Vorwürfe, das schlechte Gewissen was man mir versuchte immer wieder zu machen, ließ ich einfach stehen. Ich konnte es niemanden Recht machen und so gab ich auf. Ich DACHTE hier ALLEN verstanden, verziehen und vergeben zu haben.

Nun möchte ich in meiner Trauer und Sterbebegleitung den Menschen sagen, verzeiht einander. Lasst euch gehen. Sagt euch, ICH LIEBE DICH egal was da auch entstanden war. Bedankt euch bei euren Eltern, dass sie euch die Vorlage für euer ERKENNEN gaben. Ohne das, was euch geschehen ist, wärt ihr heute nicht der Mensch der ihr seid. Ich erkennen es gerade ganz genau.

Immer noch, mit der Beschreibung meines Wunschkunden und deren Vorteile, warum sie bei mir Beratungen und Behandlungen nehmen möchten, beschäftigt, (der ja so war wie ich) sah ich mich in künftigen Bildern tun. Ich fühlte wie ich begann, meinen Eltern zu danken. Wie ich ihnen vergab.   

Gewaltig was sich dann ergab. Mein Herz brach auf und mein SEIN, meine Seele entfaltete sich aus mir heraus, größer als mein körperliches Wesen. Ich hatte so viele Puzzlestücke und nun gibt es ein Bild. Ein wundervolles Bild.
Ich bin eine alte Seele, die sich in diesem Leben an Aufgaben erfahren wollte. Ich wollte die Liebe auf Erden manifestieren. Die Liebe meiner Familie wiedergeben, damit auch sie, die Liebe spüren. Sie gaben diese Liebe auf, damit ich meine Lebensaufgabe finden konnte. Ich bin überwältigt, was in mir ist.

Mein Leben musste so sein, wie es war und ich bin dankbar für das, was ich jetzt habe.  

Ein Text aus dem Jahre 2012!

Die Nacht steht bevor, die Zeit der Ruhe steht an, doch ich mag sie nicht nutzen. Ich wage es nicht, meine Augen zu schließen, aus Angst, diese wundervollen Gedanken nicht zu denken. Ich genieße die Musik im Hintergrund, die meine Gedanken davon galoppieren lassen, die vielen wundervollen Gefühle meinem Körper entlocken. Ich weiß nicht so recht, was mit mir passiert. Ich kenne mich so nicht. Mein Hals, mein Herz brennt, ich habe große Schmerzen. Eine tiefe Sehnsucht entlockt aus der Tiefe meines Körpers. Doch was verbirgt sich hinter diesen Ruf? Halt mich, liebe mich, ich möchte mich spüren, ich möchte das alles wieder einmal fühlen und mit jeder Zelle meines Körpers genießen und erfahren. Doch was sich tief in mir rührt ist nicht von dieser Welt. Es ist die Emotion einer Seele, die weint. Sie weint der Liebe wegen, weil sie hier das Gefühl der Liebe seit langen Jahren vermisste. Sie kam auf dieser Welt, um in den dunkelsten Winkeln der Erde den Menschen die Liebe zu zeigen, die sie bereits lange verloren hatten. Um Liebe zu empfinden, um geliebt zu sein, gab sie sich als Menschenkind diesen Menschen in einem letzten Kampf wehrlos hin. Doch sie erinnerte sich täglich an ihren Verlust, weil diese Liebe so einen großen Anteil aus ihr schnitt und tiefe Wunden in ihrem Herzen hinterließen. Diese tiefen Wunden konnten nicht heilen, weil sie sich stehst selbst verriet, um nur ein wenig Liebe zu erfahren. Kurz bevor sie in diese Welt eintauchte, wiederholte sie noch einmal ihr Wunsch und ihr Versprechen, in Liebe zu leben. Doch das Leben verschüttete ihr Versprechen, was sie einst aus tiefster Treue ihren Seelengeschwistern gab, sie erinnerte sich nicht mehr an ihr Versprechen und wurde in den Bann dieser Lieblosigkeit erzogen. Sie gab ihr tiefstes Empfinden nach Liebe auf und ihr Selbst blieb ungelebt zurück, um Mensch zu sein. Sie stürzte sich von einer Karriere in die nächste. Ihr Ansehen wusch, doch sie verlor an Freude. Sie hatten den Sinn ihres Lebens verloren und wusste noch nicht einmal, was dieser Sinn einst besagte. Sie suchte und suchte und fand einfach nicht was sie suchte. Doch eines Tages sah sie ihren Engel wieder und sie begann ihren Aufstieg in ein liebevolles Leben. Nach jeder Etappe sagte sie sich, GESCHAFFT. Doch die nächste Etappe kündigte sich an. Ihr Engel tröstete sie und sagte, es kommt noch mehr Schmerz. Sie schaute ihn an und sagte, GUT, ich lasse mich auf den Schmerz, auf dich und meinen Weg ein. Wieder kam eine Etappe, sie kannte das Gefühl bereits und hielt tapfer ihr Herz offen, doch nun kam ein Mensch. Ihr Herz tobte vor Schmerz. Dieser Mensch wusste nichts, ahnte nichts, sie kannten einander nicht, aber sie wusste und spürte um diese tiefen Verbindungen. Nun saß sie dort, einsam und eng umschlungen mit ihrem Schmerz in dieser Nacht. In ihr tobte ein Orkan. Sie wollte so gerne so sein wie die anderen, doch sie war eine Nachtigalle im Spatzenkostüm und doch klang ihr Lied in klarem Gesang dem Mond entgegen. Je höher ihr Schmerz aus ihrem Körper drang, umso lauter und klarer wurde ihr Gesang.


2012 erweckte ich ein großes Wissen in mir. Dieses Wissen barg ich aus dem tiefen Inneren, nahm es mit an die Oberfläche meines SEIN, was ich erst jetzt verstehe.

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